Andacht

Andacht

Pfarrer Dr. Torsten ReiprichHerausfordernde Zeiten brauchen herausragende Worte!

Liebe Leserinnen und Leser aus den Kirchgemeinden Groitzsch und Pegau,

nun ist es also soweit. Wir müssen Pfarrerin Kaltofen leider verabschieden und ich werde meinen Dienst fortan als Pfarrer beider Gemeinden leisten. Mit Blick auf diese herausfordernden Veränderungen lese ich den neuen Monatsspruch als wertvolles Geschenk.

Gott ist unsere Zuversicht und Stärke!“, ruft uns das Bibelwort für den Monat September zu.

Das macht doch Mut und gibt Orientierung: Wir müssen die Herausforderungen, die vor uns liegen, nicht nur aus eigener Kraft stemmen. Wir werden darin von jemandem begleitet, der schon Generationen von Menschen durch schwierige Zeiten geführt hat. Deshalb ist es gut, sich nicht zu sehr auf die Probleme und Verluste zu fixieren. Denn das schöne Wort „Zuversicht“ hat ja etwas mit unserer Sichtweise zu tun.

Der Monatsspruch ermutigt aufzuschauen, Gott in den Blick zu nehmen und sich bewusst zu machen, dass wir als Gemeinden Jesus Christi nie allein dastehen. „Gott ist unsere Zuversicht und Stärke!

Blauäugig ist der Monatsspruch dabei nicht. Immerhin stammt er aus dem 46. Psalm, und der hat’s in sich. Er erzählt von bedrohlichen Zeiten, schwierigen Veränderungen und Abbrüchen: Wenn „die Welt unterginge … und die Berge ins Meer sänken“ heißt es da. Aber selbst dann haben wir keine Angst und – so der Psalm weiter – „die Stadt Gottes soll fein lustig bleiben mit ihren Brünnlein“.

Der Grund für diesen beinah kindlich wirkenden Frohsinn ist das Vertrauen auf Gottes Nahesein: „Gott ist bei uns drinnen, darum wird sie fest bleiben; Gott hilft ihr früh am Morgen.“

Diese Gewissheit möchte ich gerne in unsere beiden Gemeinden hineinholen. Schauen wir nicht nur auf das, was schwieriger wird. Lassen Sie uns vielmehr darauf vertrauen, dass wir diesen Weg nicht allein gehen werden. Gott bleibt mit seinem Segen an unserer Seite, damit auch wir „fein lustig bleiben“.

Ich jedenfalls freue mich auf unser Miteinander in Groitzsch und Pegau.
Ihr Pfarrer Dr. Torsten Reiprich